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PANFLÖTENKONZERTE

Antonio Vivaldi



Die Solo-Stimme von Vivaldis Konzerten auf die Panflöte zu übertragen mag auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Unterfangen sein; aber nur auf den ersten Blick. In der Tat ist es aus historischer Sicht völlig gerechtfertigt, denn die Panflöte, wie ursprünglich alle aus abgeschrägten Röhrenanordnungen zusammengesetzte Flöten bezeichnet wurden, findet einen Teil ihrer europäischen Wurzeln im 17. Jahrhundert in Form des rumänischen Nai. Obwohl die Panflöte anfänglich dazu gedacht war, Volksmusik zu interpretieren, ist ihr Gebrauch bei der Inszenierung des klassischen barocken Repertoires dennoch berechtigt und gelungen. Das Werk von A. Vivaldi wird in keiner Weise verzerrt, vielmehr verleiht ihm die Panflöte mit ihrem farbigen, lebhaften und warmen Charakter den letzten Schliff.








ANTONIO VIVALDI (1678 -1741)
Mit Panflöte :
Konzert "La notte" RV439
Konzert RV435
Konzert "Il gardellino" RV428
Konzert RV108
Cum dederit, von Nisi Dominus, RV608


Konzert für zwei violinen, RV 522, von l'Estro Armonico
Konzert für zwei violinen und violoncello cello, RV 565, von l'Estro Armonico
Sinfonia al Santo Sepolcro für streicher, RV169






EIN FREIER VERSTAND

Streichtrio



Die musikalischen Werte des Ensemble Fratres werden in einem Streichtrio-Konzert auf wunderbare Art zur Geltung gebracht. Freiheit und Gleichheit zuerst; die Kompositionen bieten jedem der drei Instrumente einen wunderschönen Spielraum. Der Dialog zwischen Violine, Viola und Violoncello wird hiermit noch faszinierender. Eklektizismus und Neugierde; denn wenn uns Mozart und Beethoven vertraut sind, sind Dohnányi und Crasjene Komponisten, die es verdienen, (wieder-)entdeckt zu werden. Es ist allgemein bekannt, dass ein Prophet nirgends weniger als in seinem Vaterland zur Geltung kommt und somit ist es selten, die Musik des Schweizer Komponisten Volkmar Andreae in Konzerten zu hören.












Eine originelle Programmauswahl, die mit folgenden Werken zusammengestellt wurde.


W.A. MOZART
Divertimento K.563

L.v.BEETHOVEN
Streichtrio op. 9 n°3

E. DOHNÁNYI
Serenade op.10

J. CRAS
Streichtrio

V. ANDREAE
Streichtrio op.29









DIE VIOLA UND IHRE GEHEIMNISSE

Quintette mit zwei Violas



Die Quintette mit zwei Violas entstanden in den frühen 1760er Jahren in Österreich. Diese Besetzung hat gelehrte Köpfe wie Pleyel, Boccherini, Albrechtsberger, Hoffmeister, Zimmermann, Beethoven vor eine amüsante Herausforderung gestellt. Aber erst mit Boccherini, der für diese Besetzung hunderte von Werke geschaffen hat und vor allem mit Michael Haydn und seinem Werk "Notturni" im Jahr 1773, gewinnt diese Zusammensetzung an Bekanntheitsgrad. Diese bewunderungswerten und verheissungsvollen Notenwerke werden später den jungen Mozart dazu inspirieren, sein erstes Quintett mit zwei Violas zu komponieren. Genau der Mozart ist es, der, nachdem er die Viola zu seinem Lieblingsinstrument erklärt hatte, in dieser neuen Besetzung, auf elegante Weise und mit gleich sechs Kompositionen, seinen Meister Joseph Haydn (den König des Streichquartetts) würdigt. Das Ensemble Fratres präsentiert zwei wesentliche Stücke des Mozart-Repertoires, die in der Kammermusikliteratur als zu den Bedeutendsten gehörend zitiert werden, obwohl sie minder bekannt sind als seine Quartette. Das ist übrigens auch einer der Gründe, die zur Realisierung einer CD geführt haben. Die Aufnahme fand im Dezember 2014 statt und wird demnächst veröffentlicht.



Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791)

Quintette no 5 K. 593
Larghetto - Allegro - Larghetto
Adagio
Menuetto - Trio
Allegro

Quintette no 4 K. 406
Allegro
Andante
Menuetto in canone
Finale. Allegro








EIN ABSTECHER NACH EUROPA

Streichtrio und Panflöte



Einem Streichquartett die Sopranstimme der Panflöte anzuvertrauen mag absurd klingen. Obgleich diese Klangfarbe scheinbar nicht mit westlicher Musik verwandt ist, hat die Panflöte nachweisbare Ursprünge, die seit der griechischen Antike tief in Europa verwurzelt sind.

Daher die gerechtfertigte Herausforderung, sie mit der klassischen Musik in Verbindung zu bringen, um mit der traditionellen Freiheit der Komponisten dieser Zeit zu spielen und somit bisher unveröffentlichte und atemberaubende Arrangements bedeutungsvoller Werke entstehen zu lassen. Das obertonreiche aber dennoch starke Timbre dieses Instruments schmiegt sich an das schillernde Murmeln der gestrichenen Darmsaiten.

Mit dieser lebendigen und farbenfrohen Idee setzen das Ensemble Fratres und Hanspeter Oggier auf der Panflöte ihre musikalische Reise fort, die mit dem Album «Vivaldi Pan Flute Concertos» (Brilliant Classics, 2015) begonnen wurde.



Programm


J. Haydn
Quartette Op.1 n°4

W.A. Mozart
Quartette KV370

Antonio Vivaldi
Diverse Konzerte mit Panflöte ('Il Gardellino' RV428 - RV108 ...)

C. Debussy
Syrinx - la Flûte de Pan

J. Strauss
Freuden-Grüsse, Walzer
« Überall gut, in der Heimat am besten »

H. Purcell
Ground - Sir Anthony Love or The Rambling Lady

und eine Auswahl traditioneller rumänischer Musik








BOCCHERINI IN SPANIEN? DIE GITARRE!

Quintette mit Gitarre von Luigi Boccherini



«Wenn Gott mit den Menschen durch Musik sprechen wollte, so würde Er dies mit den Werken Haydns tun; wenn Er jedoch selbst Musik hören wollte, würde Er zweifellos die Werke Boccherinis wählen.» Jean-Baptiste Cartier (1798)


Für den Marquis de Benavente, einen wohlhabenden Amateur und Beschützer inszenierte Boccherini zwischen 1798 und 1799 einige seiner Quintette für Streichquartett und Gitarre. Er entdeckte, wahrscheinlich schon bei seiner Ankunft 1768 in Madrid, die populäre spanische Musik und schmückte demnach seine Werke mit zahlreichen Anspielungen auf die Rhythmen spanischer Tänze (Fandango, Seguidilla) oder mit lokalen Stilelementen (andalusische Kadenz). Die klanglichen Besonderheiten der Gitarre, die Boccherini so vertraut sind, stellt er auf natürliche Weise in seiner Kammermusik ins Rampenlicht.






Luigi Boccherini (1743-1805)

Quintette mit Gitarre n° 1 G.445
Streichquartett Op.32 n°4
Quintette mit Gitarre n° 9 « Ritirata di Madrid » G.453








LOBESHYMNE AN DAS VIOLONCELLO

Quintette für zwei Violoncelli



Das Violoncello und seine charakteristischen Vorzüge: ein warmer und voller Ton, der mit seinen geschickten, leichten und phantasievollen Klangfarben an die menschliche Stimme erinnert. Es ist Luigi Boccherini, ein Virtuose des Bogens und der Notenschrift, der diese Attribute in seinen Kompositionen hervorhebt. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass diese neue Besetzung (Quintett für zwei Violoncelli), für die er an die einhundert dreizehn Werke geschrieben hat, eindeutig diesem Meister zuerkannt werden kann, ähnlich wie Mozarts Quintette für zwei Violen.

Eine musikalische Einladung, gedanklich umherzuschweifen, in beschwörendes Gezwitscher der Vögel zu versinken, in eine Welt der Jagdgesellschaften mit der aus der Ferne ertönenden Trompete (I Pastori e il Cacciatori) einzutauchen, oder das Knistern des Lagerfeuers zu verspüren, von der kargen Hitze Iberiens und seiner charakteristischen Folklore bis hin zur markanten Literaturepoche «Sturm und Drang». Von da an war es nur noch ein kurzer Weg zu Franz Schuberts Quintett mit zwei Violoncelli in C-Dur D956. Der Einfallsreichtum, die Frische und die Intuitionen eines geistreichen Musikers zeigen sich in diesen erlesenen Stücken, die das Ensemble Fratres mit Leidenschaft entdeckt und zum Leben erweckt.





Das Programm wird mit folgenden Werken zusammengestellt:

Luigi Boccherini (1743 - 1805)
Quintette « l'Uccelliera » Op.11 n°6, G276
Quintette Op.13 n°6, G282
Quintette Op.25 n°1, G295
Quintette Op.25 n°4, G298
Quintette Op.46 n°3, G361
Quintette Op.49 n°1, G365

Franz Schubert (1797-1828)
Quintette D956








ORIENTALISCHES

Eine Begegnung mit dem Westen



Für einen Laien beschreiben Partitur und Noten die Landschaft der Musik. Der Musiker jedoch erkennt die Bedeutung der Notenschrift, indem er sein Ohr und seine Träume durch die Seiten wandern lässt. Seinerzeit liessen die von Hirten, einzig bei Betrachten der Natur, aus Schilf oder aus den Zweigen der vor der Blüte stehenden Holundersträuchern, geschnitzten Pfeifen, die Töne entstehen. Die Pfeifen waren auf so vollkommene Art und Weise angefertigt, dass ihr Trällern die grosse Dankbarkeit für die enorme Schönheit der Natur zu beschreiben vermochte. Ein wahrhaftiger Jubilus der fünf Sinne.

Der Orient umfasst nicht nur die Türkei, sondern auch den Balkan, Griechenland, Rumänien und geheimnisvolle Übergangsregionen, die von der Antike durchflutet wurden. Das Duduk, ein armenisches Instrument, erinnert uns noch heute an die Präsenz des Orients; ein Zurückfinden zu sich selbst und zur Natur. Die orientalische Kultur ist eine Erinnerung an diese glückliche altertümliche Epoche.














Program


H. Purcell (1659-1695)
Suite « Abdelazer » (Z570 - 1676)
inspiriert von der Szene "Abdelazer or the Maure's revenge"

J.P. Rameau (1683-1764)
Indes Galantes, Auszüge

Jean Cras (1879-1932)
Streichtrio (1926)
Erinnerungen an den Osten, der von diesem hervorragenden Seemann zurückgebracht wurde

C. Debussy (1862-1918)
Syrinx - la flûte de Pan (L.129 - 1913)

Rumänische Folklore Suite
"Cintec de Leagan", "Dea Lungul", Sîrba und das berühmte Ciocîrlia (Eastern Turkey)

G.P. Telemann (1681-1767)
Suite in A-Dur (TWV 55: a2) und seine Suite von Tänzen
















L'OSPEDALE DELLA PIETÀ

Vesper für die Geburt der Jungfrau



Das weibliche Vokal-Ensemble Polhymnia und das Ensemble Fratres versetzen Sie in die behagliche und andächtige Atmosphäre des Ospedale della Pietà in Venedig. Sie präsentieren ein Programm auf hohem Niveau, das ausschliesslich den Werken von Antonio Vivaldi für Frauenstimmen gewidmet ist. Die Ospedale della Pietà in Venedig war ursprünglich ein Schutzort für verlassene Kinder. Später wurde es zum Waisenhaus für Mädchen, deren Hauptaufgabe darin bestand, den Mädchen allgemeinen Unterricht zu erteilen und ihnen eine umfassende musikalische Ausbildung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Im Alter von 10 Jahren wurden einige Mädchen vom Gouverneur und Kapellmeister ausgewählt, um als Sängerin oder Musikerin am Choeur de l'Ospedale teilzunehmen.

Diese Institution genoss in Europa einen vorzüglichen Ruf und begrüsste mehrfach renommierte Gäste. Papst Pius IV., J.-J. Rousseau oder der berühmte Charles Burney kamen persönlich angereist, um den jungen Mädchen beim Spielen und Singen zuzuhören. Ergreifende Inszenierungen, die das Publikum verzauberten.



Programm


ANTONIO VIVALDI (1678 -1741)
Gloria RV 589 für Solisten, Frauenchor und Orchester (1678 - 1741)

L'Estro Armonico Konzert für zwei Violinen und Violoncello, RV 565

Laetetus Sum, RV 607

Ascende Laeta Montes Introduzione al Dixit für Sopran und Orchester, RV 635

Dixit Dominus Psaume 109 - RV 595, Solisten, Frauenchor und Orchester








STABAT MATER

Drei legendäre Stabat Mater in einem Konzert vereint.



Der liturgische Text Stabat Mater Dolorosa, der im 13. Jahrhundert vom Franziskanermönch Jacopone Da Todi geschrieben wurde, hat viele Komponisten inspiriert.

Das Ensemble Fratres bietet in demselben Programm eine Kombination aus drei Stabat Mater aus drei bedeutungsvollen Epochen der Musik, die sich auf wunderbare Weise ergänzen. Das Ensemble hat die Ehre, dieses Programm zusammen mit der Sopranistin Maria Espada und dem Countertenor Carlos Mena zu präsentieren








Programm


Antonio Vivaldi - 1712
Stabat Mater per contralto, archi e basso continuo RV 621

Giovanni Battista Pergolesi - 1736
Stabat Mater a due voci con violini, viola e basso

Luigi Boccherini - 1781
Stabat Mater per una voce sola (soprano), violini, viola e basso (G.532)