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DIE MUSIKANTEN



Nicolas Penel

Violine


Nicolas Penel wurde in Genf geboren und begann mit dem Geigenspiel im Alter von fünf Jahren. Nach einem konventionellen Studium in seiner Heimatstadt und anschliessend in Paris mit Jean-Philippe Audoli gründete er das Streichquartett Fratres. Seine Begeisterung für Kammermusik führte ihn dazu, das unglaubliche und speziell für diese Zusammensetzung komponierte Repertoire zu erforschen. Mit dem Streichquartett war er ständig auf der Suche nach neuen Interpretationen für die Musik aus Klassik und Romantik. Die Notwendigkeit eines umfangreicheren und besser artikulierbaren Klanges hat ihn dazu gebracht, das Instrument abzuändern und auf Darmsaiten zu spielen.

Das Streichquartett wurde als Finalist beim Internationalen Joseph Joachim Kammermusikwettbewerbs in Weimar mit einem Diplom geehrt und im August 2006 mit dem 1. Preis beim Internationalen Concours International Musica Antiqua in Brügge ausgezeichnet. Anschliessend wurde es in das «Ensemble Fratres» umgewandelt, eine flexiblere Besetzung, die den Zugang zu älteren Repertoires ermöglicht und die Facetten des 18. und 19. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten immer weiter erkundet.

Parallel zu seinen Aktivitäten in der Schweiz ist Nicolas Penel Mitglied zweier italienischer Ensembles, Il Suonar Parlante und Il Pomo d'Oro, mit denen er die grössten europäischen Bühnen bereist, Sänger von internationalem Renommee begleitet und Aufnahmen für die Labels «Naïve» und «Passacaille»macht. Er ist auch immer wieder Gast des Jugendbarockorchesters Michaelstein «BACHS ERBEN»und arbeitet dort mit enthusiastischen jungen Musikern zusammen. Das Ergebnis dieser Kurse wird bei Konzerten auf dem Festival IMPULS in Halle (Deutschland) vorgestellt.






Flavio Losco

Violine


Der französisch-italienische Musiker Flavio Losco absolvierte seine Ausbildung am Conservatoire de Nice in den Fächern Violine, Musiktheorie, Schlagzeug, Orgel, Komposition und Barockmusik. Er wurde mit mehreren Ersten Preisen ausgezeichnet.

Flavio Losco ist Solo-Geiger in verschiedenen Ensembles, die sich in Frankreich und auch darüber hinaus, auf Barockmusik spezialisiert haben, und wirkte mit Violine und Viola an zahlreichen Aufnahmen mit. Besonders bemerkenswert war seine weltweit erste Aufnahme von Paganinis Werken auf historischen Instrumenten: Sonaten für Violine und Gitarre (vom Répertoire Magazine mit der Note 9/10 ausgezeichnet) und dem Werk «Der Karneval von Venedig».

Ob Erster Violinist in Ensembles wie La Cappella Mediterranea - unter der Leitung von L. Garcia Alarcon, Akadêmia - unter der Leitung von F. Lasserre, Les Passions - unter der Leitung von J. M. Andrieu, oder als Solist - beispielsweise neben Amandine Beyer, hat Flavio Losco die höchsten Auszeichnungen erhalten, wie den Diapason d'Or, den Diapason d'Or de l'Année, Choc de Classica oder das Editor's Choice Gramophone.

Im Jahr 2005 wurde ihm die Ehre zuteil, auf der Violine d'Ingres zu spielen. Parallel zu seinen instrumentalen Aktivitäten trat Flavio Losco auch als Tenor in Oratorien und Opern auf. Flavio Losco unterrichtet Barockvioline am Conservatoire de Nice.






Maxime Alliot

Violine


Der 1991 geborene Maxime Alliot begann seine Ausbildung als Violinist bei dem Virtuosen Miguel Candela. Im Jahr 2008 wurde er mit einem Preis am Conservatoire de Perpignan in den Klassen von Alexandre Benderski und Martin Brunschwig ausgezeichnet, und 2009 trat er in die Haute Ecole de Musique de Genève ein, wo er bei Tedi Papavrami und Robert Zimansky sein Studium absolvierte.

In Genf fand das entscheidende Treffen mit Michel Kiener und dem Ensemble Fratres statt und war gleichzeitig der Beginn einer ganz besonderen Beziehung zu einem faszinierenden musikalischen Universum: ungezwungen und auf stetiger Suche nach einer präzisen, ausdrucksvollen menschlichen Sprache. Seitdem entwickelt Maxime Alliot, ebenso wie alle anderen Musiker des Ensembles, seine Musik in ständiger Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer Luc Breton und tritt mit namhaften Musikern wie Luca Pianca, Marie Claude Chappuis und Stéphane Imboden auf. Arianna Savall.

Seine Leidenschaft führte ihn zur Wiederentdeckung vergessener Musik sowie zur Schaffung neuer Werke und es eröffneten sich im Zuge dessen zahlreiche Freundschaften. Mit dem Komponisten Nathan Rollez hat er während des Festival Archipel von Genf zahlreiche Stücke geschaffen, mit dem argentinische Gitarristen Alejo de Los Reyes entdeckte er ein Repertoire für Violine und Gitarre und mit dem Ensemble Chiome d'Oro führte er ein italienisches Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts auf. Vor kurzem hat Maxime Alliot den Master-Studiengang am Centre de Musique Ancienne in Genf aufgenommen, wo er sich weiterbildet und seine Leidenschaft mit Fachgenossen teilt.






Laurent Galliano

Viola


«Es ist zweifellos der Violine zu verdanken, die es mir vor langer Zeit ermöglicht hat, die Musik zu entdecken. Anfangs versuchte ich lediglich dieses seltsame Instrument zu zähmen und letztendlich bin ich damit aufgewachsen. Aber mit einem Mal und ohne darauf vorbereitet zu sein, wurde mir die Viola aufgezwungen! Skeptisch und langsam bin ich an dieses mysteriöse Instrument herangetreten, und zu meiner großen Überraschung ist das Lernen der Viola zu einer Fundgrube von Freude und Zufriedenheit sowie zu einer Quelle endloser Motivation geworden.

Später wurde ich vor eine neue Herausforderung gestellt: das Streichquartett! Es war der Beginn eines geheimnisvollen Weges und einer umwerfenden Geschichte, denn diese fröhliche Truppe bietet mir bis heute einen idealen Spielplatz, der all mein künstlerisches Wissen und Können fordert. Ein ständiges Hin- und hergerissen werden führte zu einem tiefgreifenden Umdenken, welches mir aber bis heute ermöglicht, meine Neugierde zu wecken um meinen Horizont zu erweitern.

Dank der Artikulationsarbeit, die ich hauptsächlich mit dem Ensemble Fratres unternommen habe, formte ich eine rigorose musikalische Sprache, ergreifend und gefühlvoll, und verbesserte im Laufe der Zeit meine Körperwahrnehmung, indem ich eine präzise, umfangreiche und uneingeschränkte Gestik entwickelte. Sich selbst die Möglichkeit zu geben, seine Persönlichkeit zu entdecken und seine Selbstkenntnis zu vertiefen, ist zweifellosdas Ziel eines ganzen Lebens.»






Mathieu Rouquié

Violoncello


Der aus Katalonien stammende Mathieu Rouquié kann einen Abschluss als Solist der Haute École de Musique de Genève (2005), sowie Diplome für Orchester (2004), Streichquartett (2006) und Lehrausbildung (2008) von derselben Institution vorweisen.

Seine Karriere umfasst zahlreiche Produktionen und Konzerte mit verschiedenen Musikern, Ensembles und Orchestern, Dirigenten, sowie in klassischer als auch zeitgenössischer Musik und sogar im Jazz. Seit 2005 spezialisiert er sich auf die Stile und die musikalischen Arrangements aus Barock, Klassik und Romantik auf historischen Instrumenten. Auf der Suche nach einer ausgereiften musikalischen Sprache, und angesichts seiner besonderen Vorliebe für altüberlieferte Musik aus aller Welt (Vietnam, China, Iran, Indien, Bolivien, Afrika, usw.), hinterfragt er die aktuelle Interpretation der Musik der westlichen Kultur. Mit dieser Inspiration gibt er sein vielfältiges, fachliches Können mit viel Freude an junge Musiker und erfahrenen Kollegen weiter und seit 2017 im Rahmen der neuen "Ateliers de la Côte" in der Nähe von Lausanne.

Mathieu Rouquié war im Herbst 2009 im «Banff Center for the Arts» als Artiste en Résidence in Kanada eingeladen. Seitdem arbeitet er mit herausragenden Musikern an zahlreichen Projekten: dem Duo Rythmosis mit Hanspeter Oggier - Panflöte und Violoncello (www.duorythmosis.com), er ist Mitgründer des Ensemble Fratres (www.fratres.ch) und Mitglied des Lausanne Bach Ensemble (www.lausannebachensemble.ch). Darüber hinaus können die Harfenistin Nathalie Chatelain und das Duo M & M mit dem Violinisten Maxime Alliot genannt werden. Eines seiner Vorzeigeprojekte, das 2017 entstand, ist die historische Interpretation der 6 Suiten für Violoncello solo von J. S. Bach in Form eines Vortrags/Konzerts. Jeder Zuhörer wird hier dazu verführt, sich an diesem Hörerlebnis - ein Meisterwerk in ungekürzter Form - zu erfreuen.
www.facebook.com/mathieurouquiecello/






Hanspeter Oggier

Panflöte


Der im Wallis geborene Hanspeter Oggier begann seine umfassende musikalische Ausbildung unter dem Meister Simion Stanciu «Syrinx» in Genf. Er setzte nachfolgend sein Musikstudium an der Socie?te? Suisse de Pe?dagogie Musicale (SSPM) fort, schloss das Lehrdiplom in der Klasse von Simion Stanciu «Syrinx» erfolgreich ab und erhielt das Konzertdiplom in der Klasse von Kiyoshi Kasai sowie den Master of Arts mit Major Performance an der Musikhochschule in Luzern in der Klasse von Janne Thomsen.

In den letzten Jahren entfaltet Hanspeter Oggier eine rege Konzerttätigkeit und ist mittlerweile ein gefragter Solist und Kammermusiker, dessen Konzerte ihn beispielsweise nach Österreich, Spanien, Deutschland und Frankreich führen. Mit dem Cellisten Mathieu Rouquié bildete er das Duo Rythmosis und schuf eine innovative Musik, aufgeführt an untypischen Orten und für ein ausgewähltes Publikum. Gemeinsam mit dem Lautenisten Luca Pianca entstand das Projekt «Syrinx & Orpheus». Parallel zu seinen Konzerttätigkeiten ist Hanspeter Oggier pädagogisch an der Hochschule Luzern-Musik tätig, wo er das Hauptfach Panflöte unterrichtet.

Es ist aber die Auseinandersetzung mit Alter Musik, die in den letzten Jahren zum zentralen Betätigungsfeld Hanspeter Oggiers geworden ist. Die aussergewöhnliche Möglichkeit, sich mit dem Instrumentenbauer Luc Breton, dem Pianisten und Cembalisten Michel Kiener sowie dem Tonmeister Jean-Daniel Noir weiterbilden zu können, animiert ihn dazu, beinahe in Vergessenheit geratene Artikulationsformen auf der Panflöte wieder zu gebrauchen und so dem Instrument seine ursprüngliche Natürlichkeit und Sprache zurückzugeben. So arbeitet der Panflötist daran, ähnlich wie auch das Ensemble Fratres, die Charakteristiken der gesprochenen Sprache so weit wie nur möglich in die musikalische Sprache zu integrieren, Inspiration schöpfend einerseits durch das permanente Bestreben der Musiker aus der Renaissance und dem Barock, die menschliche Stimme zu imitieren, andererseits durch Überlieferungen der traditionellen Musik.

Mit Instrumenten, die nach altüberlieferten Verfahren hergestellt wurden, wie zum Beispiel die rumänische Panflöte Nai, zeigt er sein Interesse an der tiefen Verbundenheit der klassischen Barockmusik mit der traditionellen Musik. Hanspeter Oggier ist Preisträger der Kiefer Hablitzel Stiftung im Jahr 2007 und der Kulturstiftung Raiffeisen Mischabel-Matterhorn im Jahr 2014. Seine Diskographie bekundet seine erste, im Jahr 2008 von Musicanobilis veröffentlichte Aufnahme, «Arpeggione», in Zusammenarbeit mit Marielle Oggier (Flöte) und Mathias Clausen (Klavier), gefolgt von dem Album «Vivaldi Pan Flute Concertos» mit dem Ensemble Fratres, das im Jahr 2015 unter dem Label Brilliant Classics erschienen ist.






Cyprien Busolini

Viola


Nach einem klassischen Viola-Studium konzentrierte sich Cyprien Busolini hauptsächlich auf das zeitgenössische Repertoire und auf die Improvisationen.

Er wurde mit dem Ersten Preis für Viola beim CNR de Rueil-Malmaison in der Klasse von Françoise Gneri ausgezeichnet und perfektionierte sich hinterher auf diesem Instrument an der Seite von P. Faure und P. H. Xuereb. Sein grosses Interesse an zeitgenössischer Musik und besonders an neuen Werken hat es ihm ermöglicht, mit vielen Komponisten wie unter anderem L. Naon, H. U. Lehmann, T. Johnson oder J. L. Guionnet, erfolgreich zusammenzuarbeiten. Cyprien Busolini hat auch einige ihrer Solo-und Ensemble-Werke gespielt oder gestaltet.

Mittels Improvisationen überarbeitet er neue Klangfelder und erkundet sein Instrument auf eine persönlichere Art und Weise, vor allem in unmelodischen und nicht-harmonischen Bereichen, um das weite Spektrum der Klangfarben zu erforschen.
http://www.cyprienbusolini.com











Benoît Bératto

Barocker Kontrabass und Violone


Benoît Bératto trat 2006 dem Conservatoire Populaire de Musique in Genf bei, wo er Bass bei Olivier Magnenat und Violone bei Cécilia Knudsten studierte. Nach Abschluss des Genfer Studienprogramms spezialisierte er sich auf Barockmusik und trat dem Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei, wo er für fünf Jahre eine Ausbildung in historischem Kontrabass und Violine bei Richard Myron, Chorleiter und Gregorianischer Chor bei Louis Marie Vigne und Kammermusik bei Kenneth Weiss absolvierte. In all diesen Fächern hat er 2015 sein Master-Diplom erfolgreich abgeschlossen. Benoît war auch vier Jahre lang als Kontrabassist beim Genfer Symphonieorchester tätig.

Sein hohes künstlerischen Wissen auf dem Gebiet Barock ermöglichte es ihm, unter der Leitung von international anerkannten Dirigenten zu musizieren, wie beispielsweise Paul Agnew an der Opéra de Bastille und Sigiswald Kuijken am Théâtre du Châtelet in Paris sowie Jean Marc Aymes am Nationaltheater La Criée in Marseille. Derzeit tritt er mit zahlreichen modernen und barocken Ensembles auf, darunter La Chapelle Rhénane, gegründet von Benoît Haller, Concerto Soave unter der artistischen Leitung von Jean Marc Aymes, Ensemble Jacques Moderne, unter der Leitung von Joël Suhubiette, les Chantres de Saint-Hilaires, geleitet von François-Xavier Lacroux und Ensemble Sagittarius, gegründet von Michel Laplénie. Im März 2018 trat er dem Ensemble Le Concert Spirituel unter der Leitung von Hervé Niquet bei. Benoît Bératto hat an mehreren Aufnahmen teilgenommen, zuletzt mit dem Ensemble Sagittarius an der von der Kritik hochgelobten Inszenierung «Musikalische Exequien» von H. Schütz, erschienen im Hortus-Verlag.






Pierre-Louis Rétat


Klaviere


Nach seiner Ausbildung als Cembalist perfektionierte sich Pierre-Louis Rétat zwischen 2007 und 2009 als Maestro al Cembalo in der Klasse von Leonardo Garcia Alarcón an der Haute Ecole de Musique de Genève. Parallel dazu tritt er auch als Continuo-Spieler in Ensembles wie Ensemble Elyma, Les Agrémens, La Nouvelle Ménéstrandie, Cappella Mediterranea, Chour de chambre de Namur oder dem Ensemble Fratres auf. Er beteiligte sich ebenso an zahlreichen Aufnahmen Label K617 und den Ambronay Editions.

Im Jahr 2008 trat Pierre-Louis Rétat der Académie baroque européenne d'Ambronay unter der Leitung von Jean Tubéry bei, dann im Jahr 2009 gründete er das Ensemble Chiomed'Oro, das bald darauf zur Teilnahme in den Residenzen Jeunes Ensembles d'Ambronay ausgewählt wurde. Darüber hinaus, und dank dem Erfolg von Chiome d' Oro, wird er im Herbst 2011 nach Mexico DF eingeladen, um ein Opernprojekt um Purcell zu leiten.

Seit 2012 organisiert Pierre-Louis Kurse für barocke Musikentdeckungen für Kinder und zukünftige Meister. Im Jahr 2013, während der Académie baroque européenne d'Ambronay, war er musikalischer Assistent von Leonardo Garcia-Alarcon, für die Inszenierung von «Orpheus» von Monteverdi. Seit 2016 unterrichtet Pierre-Louis Rétat die Kunst der Barockmusik in verschiedenen Bereichen, sei es für Instrumentalisten am Conservatoire Populaire de Genève oder in Kursen für Amateur-Chöre auf Initiative des kulturellen Begegnungszentrums von Ambronay.